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Wer die Genussregion und die Vielfalt regionaler Lebensmittel kennenlernen möchte, hat dazu am Samstag, 24. Oktober 2026, von 14 bis 17 Uhr am Hermannsberg in Wiesent Gelegenheit. Im Rahmen der Regionaltage 2026 unter dem Motto „Nachhaltig genießen“ laden der Landkreis Regensburg, Castra Culinaria und der Hermannsberg zu einem Genussnachmittag ein.

Foto:HCW
Im Mittelpunkt steht die frisch zubereitete Castra-Pinsa mit Zutaten regionaler Betriebe. Dazu gibt es spannende Einblicke ins Lebensmittelhandwerk – vom Ölpressen mit anschließender Verkostung bis zu Wissenswertem rund um Getreide und weitere regionale Spezialitäten. Vor allem aber bietet der Nachmittag Gelegenheit, mit den Produzenten ins Gespräch zu kommen, den jungen Verein Castra Culinaria kennenzulernen und die kulinarische Vielfalt der Region zu entdecken. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen, zu probieren und zu genießen!
BIPA Innovation Challenge: Internationale Studierende entwickeln Ideen für die Genussregion Regensburg
Wie können regionale Lebensmittel, ihre Herkunft und die Menschen dahinter besser sichtbar gemacht werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich internationale Studierende im Rahmen des Bavaria Israel Partnership Accelerator (BIPA) und besuchten am 14. Oktober gemeinsam mit Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen, Professor für Betriebswirtschaft und Entrepreneurship an der OTH Regensburg, sowie BIPA-Projektkoordinator Wolfgang Voigt das Landratsamt Regensburg, um die Aufgabenstellung näher kennenzulernen und sich mit Vertretern des Vereins „Castra Culinaria. Genussregion Regensburg e. V.“ auszutauschen.
Der Bavaria Israel Partnership Accelerator (BIPA) ist ein internationales Innovations- und Austauschprogramm, das seit 2015 Studierende aus Deutschland, Israel und inzwischen auch den USA zusammenbringt. In interdisziplinären Teams bearbeiten sie konkrete Herausforderungen von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen und entwickeln praxisorientierte Lösungen. Das vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie geförderte Programm wurde 2022 mit dem Shimon-Peres-Preis für internationale Zusammenarbeit ausgezeichnet. Nach einem gemeinsamen Auftaktworkshop in München arbeiten die Studierenden acht Wochen lang virtuell an ihren Projekten. Im Dezember präsentieren sie ihre Ergebnisse bei einer Abschlussveranstaltung in Israel.
Der Landkreis Regensburg hat bereits mehrfach mit BIPA zusammengearbeitet. Frühere Projekte beschäftigten sich unter anderem mit Logistikprozessen in der Kreisklinik Wörth an der Donau, Bewässerung in der Landwirtschaft sowie Ehrenamt. Roland Weiß, Leiter des Sachgebiets Wirtschaft und Regionalentwicklung am Landratsamt Regensburg, hat frühere BIPA-Projekte auf Landkreisebene begleitet. „Gerade in kommunalen und regionalen Aufgaben steckt viel Potenzial für innovative Lösungen. Deshalb ist uns der Austausch zwischen Wissenschaft und kommunaler Praxis besonders wichtig. Die internationalen Studierenden bringen neue Perspektiven und kreative Ideen mit, von denen unsere Region profitieren kann“, betonte die stellvertretende Landrätin Irmgard Sauerer.
Die Genussregion Regensburg als aktuelle Challenge
Im Mittelpunkt der diesjährigen Aufgabenstellung steht die Frage, wie regionale Lebensmittel, ihre Erzeuger und die Wertschöpfungsketten durch moderne Kommunikation und innovative Marketingansätze stärker ins Bewusstsein der Verbraucher gerückt werden können. Die Studierenden sollen dafür ein Marketing- und Kommunikationskonzept mit Ansätzen für einen Webauftritt, soziale Medien und gemeinsame Aktionen entwickeln.
Die Challenge knüpft an das von Regionalmanagerin Dr. Magdalena Meyerweissflog betreute Projekt „Entwicklung eines Konzepts für die Kennzeichnung hochwertiger Lebensmittel aus der Region Regensburg“ an. Ziel dieses Regionalmanagement-Projekts ist es, regionale Lebensmittel anhand nachvollziehbarer Herkunfts- und Qualitätskriterien besser erkennbar zu machen, das Bewusstsein für ihren Wert zu stärken und die regionalen Wertschöpfungsketten langfristig zu unterstützen. Im Rahmen dieses Projekts wurde nach einem umfangreichen Beteiligungsprozess mit regionalen Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern im Februar 2026 der Verein „Castra Culinaria. Genussregion Regensburg e.V.“ gegründet. Er soll die begonnene Zusammenarbeit dauerhaft fortführen, die regionalen Akteure vernetzen und die Genussregion durch gemeinsame Aktivitäten sichtbarer machen.
Die BIPA-Challenge ergänzt die bisherigen Arbeiten um innovative Ansätze für Marketing und Kommunikation. Castra Culinaria dient dabei als konkretes Praxisbeispiel, an dem die Studierenden ihre Ideen entwickeln und gegebenenfalls erste Prototypen erarbeiten können. Die Lösungen sollen einfach und kostengünstig umsetzbar sein und möglichst der gesamten Genussregion Regensburg zugutekommen. Eva Freidl, Vorsitzende von Castra Culinaria, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Für unseren jungen Verein ist es eine spannende Möglichkeit, neue Ideen und internationale Perspektiven kennenzulernen. Besonders wichtig ist uns, dass am Ende praxistaugliche Lösungen entstehen, die wir mit unseren Ressourcen auch tatsächlich umsetzen und langfristig nutzen können.“
Weitere Informationen unter: www.landkreis-regensburg.de/UnserLandkreis/Regionalentwicklung/Regionaltage

StudentInnen der BIPA Innovation Challenge in Regensburg mit Roland Weiß, Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen, Heiner Promberger (Vorstandsmitglied Castra Culinaria), OTH-Vizepräsidentin Prof. Dr. Carina Braun, Eva Freidl (Vorständin Castra Culinaria), stellv. Landrätin Irmgard Sauerer, Dr. Magdalena Meyerweissflog, Wolfgang Voigt (2. v. r.)
Foto: Birgit Plößner



