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Mit seiner von Napoleon geforderten Unterschrift unter die Rheinbundakte am 26. Juli 1806 besiegelte Karl Theodor von Dalberg das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Ein Kamishibai-Theater von SchülerInnen der Mittelschule Wörth erinnert genau am 220. Jahrestag am Originalschauplatz im Rondellzimmer des Schlosses Wörth daran.

Ekkehard Hollschwandner als Karl Theodor von Dalberg bei einer Kinderschlossführung im Rondellzimmer des Schlosses Wörth.
Jugendliche der Mittelschule Wörth befassten sich unter der Anleitung ihrer Lehrerin Julia Wagner mit diesem außerordentlichen historischen Ereignis. In ihren eigenen Worten erzählen sie die Geschehnisse, die Dalbergs Zweifel und Bedenken, aber auch seine Beweggründe nach. Bei der Aufführung am 26. Juli um 11 Uhr trägt Dalberg selbst in Person von Ekkehard Hollschwandner den so entstandenen Text vor. Die mitschwingenden Gedanken und Gefühle werden im selbstgebauten Kamishibai-Theater auch bildlich dargestellt. Kamishibai (japanisch für „Papiertheater“) bezeichnet eine japanische Erzählform, die einen bühnenähnlichen Holzrahmen nutzt, in dem Bilder geschoben und wieder herausgezogen werden, um eine Geschichte zu darzustellen.
„Ich möchte dieses Theaterprojekt allen Bürgerinnen und Bürgern ans Herz legen. Nicht nur, weil es sich mit einem Ereignis befasst, das die Geschicke Europas nach fast 900 Jahren Heiliges Römisches Reich maßgeblich beeinflusste“, sagt Landrätin Tanja Schweiger. „Es zeigt auch eindrucksvoll die Kreativität der jungen Menschen, die sich intensiv mit der Geschichte unserer Region und ihrer Vermittlung auseinandergesetzt haben.“
Die Veranstaltung entstand in Zusammenarbeit des Landkreises Regensburg mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg sowie Kultur in Wörth. Karten erhält man unter www.k-i-w.de. Der Erlös fließt in die Klassenkasse.
Foto: Lena Schöberl



