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Ende Juni fand im Kulturhaus Neutraubling eine besondere Präsentation statt: Drei Studentinnen der TU München stellten ihr Projekt „Neutraubling – Neu gedacht“ vor einem interessierten Publikum vor und damit ein Konzept zur Weiterentwicklung und Neugestaltung von Neutraublings Stadtmitte.

Angestoßen wurde das Ganze durch die Stadt, die im Rahmen der Erstellung eines neuen ISEKs (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) bereits erste Ideen zur Umgestaltung des Platzes vor dem Kiosk an der Teichstraße gesammelt hatte. Das Projektbüro für Stadtentwicklung hat im letzten Jahr dann Kontakt mit dem Lehrstuhl für Urban Design der TU München aufgenommen und ein studentisches Projekt zur Verschönerung verschiedener Orte, Plätze und Gebäude im Sanierungsgebiet Stadtmitte initiiert. In die konkrete Aufgabenstellung wurden dabei nicht nur der Kiosk in der Sudetenstraße, sondern auch das Areal rund um den See, der Marktplatz sowie das ehemalige Pumphäusl aufgenommen.
Im vergangenen Wintersemester haben sich die drei Studentinnen Lisa-Marie Pröll, Clara Andrieux und Christina-Marie Kopp dann intensiv mit Neutraubling beschäftigt, die aktuelle Situation analysiert, Workshops mit verschiedenen Zielgruppen durchgeführt und eine Vision entwickelt, wie ein lebendiges Stadtzentrum geschaffen werden könnte. Dabei wurden einige Maßnahmen aufgezeigt und visualisiert, wie beispielsweise durch thematische Wege „Sportweg, Farbenweg, Ruheweg und Wasserweg“ eine Verbindung des Sees mit unterschiedlichen Orten, Menschen und deren Bedürfnisse hergestellt werden könnte. Neben der Umgestaltung und Renaturierung des Sees mit Stadtstrand, Gastronomie, der Verlagerung des Marktplatzes an den See und eine parkähnliche Bepflanzung des jetzigen Marktplatzes sprachen sich die drei Architektur-Studentinnen auch für eine Nachverdichtung der Stadtmitte durch neue Wohngebäude aus. So könne nach und nach ein möglichst urbanes, dichtes und lebendiges Stadtzentrum entstehen. Auch die Historie Neutraublings sowie bestehende Verbindungen wie der Moosgraben wurden in die Überlegungen als Identitätsstifter, als Instrumente zur Klimaverbesserung u. v. m. Berücksichtigt.
Das 140-seitige Booklet, in dem die vorgeschlagenen Maßnahmen ausführlich erläutert und grafisch visualisiert dargestellt sind, können Interessierte unter nachfolgendem Link durch Scannen des QR-Codes herunterladen. Es handelt sich hierbei jedoch um ein Ideenkonzept, welches als fachlich unvoreingenommene Perspektive von außen bzw. als Diskussionsgrundlage zu verstehen ist. Die Umsetzbarkeit, Finanzierbarkeit und vieles mehr der einzelnen Vorschläge bedürfen noch einer genaueren Untersuchung im Rahmen der fundierten Planung entsprechender Maßnahmen und Beschlussfassung durch den Stadtrat.
Text: Thomas Kästle, Foto: Cosmin Engelmann,



