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Der aktuelle Jugendkreistag mit Landrätin Tanja Schweiger (r.) sowie (v.l.) den Kreisrätinnen Silvia Gross (Nittendorf), Regina Hammerl (Beratzhausen) und Dr. Eva Schropp (Kallmünz)
Kurz vor den Sommerferien kamen die Jugendkreisrätinnen und Jugendkreisräte des Landkreises Regensburg zu ihrer traditionellen Sommersitzung im Landratsamt zusammen. Landrätin Tanja Schweiger begrüßte die Jugendlichen sowie Vertreterinnen und Vertreter des Kreistags, des Jugendamts und des Kreisjugendrings und leitete die öffentliche Sitzung.
Seit 2015 bietet der Jugendkreistag jungen Menschen aus dem Landkreis Regensburg die Möglichkeit, ihre Anliegen, Ideen und Vorschläge direkt an die Landkreisverwaltung und die Kreispolitik heranzutragen. Zweimal jährlich treffen sich die gewählten VertreterInnen der Schulen im Landratsamt, um aktuelle Themen zu diskutieren, Anträge einzubringen und die Entwicklung des Landkreises aktiv mitzugestalten. Zu Beginn der Sitzung stellte Landrätin Tanja Schweiger die vielfältigen Aufgaben des Landratsamtes vor. Sie erläuterte die Zuständigkeiten des Landkreises unter anderem für Schulen, Jugendhilfe, Mobilität, Regionalentwicklung sowie Umwelt- und Gesundheitsthemen und zeigte auf, wie vielfältig die Aufgaben einer Landkreisverwaltung sind. Dabei betonte sie auch die Bedeutung der Kommunalen Jugendarbeit und des Projekts „Mach mit – entdecke deinen Landkreis“, mit dem jungen Menschen die Heimatregion nähergebracht werden soll. Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung der Strukturen der Jugendarbeit im Landkreis. Jugendpfleger Peter Weigl informierte u.a. über die Kommunale Jugendarbeit.
Berichte aus der vergangenen Sitzung
Die Verwaltung informierte die Jugendkreisrätinnen und Jugendkreisräte über den aktuellen Stand der Anträge aus der vergangenen Sitzung. So laufen derzeit Planungen für zusätzliche Sitzgelegenheiten am Beruflichen Schulzentrum Regensburger Land (BSZ), weitere Fahrradabstellmöglichkeiten sowie zusätzliche Wasserspender an den Schulen. Auch die Erweiterung mehrerer Landkreis-Schulen aufgrund steigender Schülerzahlen war Thema. Landrätin Schweiger machte deutlich, dass der Landkreis in den kommenden Jahren weiterhin erheblich in den Schulbau investieren wird.
Änderung der Altersgrenze für den Jugendkreistag
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war ein Antrag der Jugendkreisrätinnen Charlotte Pretzl und Mia Nikolicin vom BSZ. Seit zwei Jahren vertreten die beiden ihre Schule im Jugendkreistag und haben in dieser Zeit bereits mehrere Anträge eingebracht, die dort zu konkreten Verbesserungen geführt haben. Im Laufe ihrer Amtszeit wurde ihnen jedoch bewusst, dass die bisherige Altersgrenze für den Jugendkreistag insbesondere an beruflichen Schulen kaum praktikabel ist. Nach der bisherigen Regelung endet die Mitgliedschaft mit Vollendung des 18. Lebensjahres. Da viele SchülerInnen an beruflichen Schulen dieses Alter erreichen, beantragten Charlotte Pretzl und Mia Nicolizin, dass bereits gewählte JugendkreisrätInnen ihre Amtszeit bis zum Ende des laufenden Schuljahres fortführen dürfen. Der Jugendkreistag stimmte dem Antrag zu. Die Geschäftsordnung wird nun entsprechend angepasst.
Weitere Anliegen der Jugendlichen
Neben den schulischen Themen beschäftigten sich die JugendkreisrätInnen auch mit Fragen des ehrenamtlichen Engagements und der Sicherheit an Schulen. Sie regten an, Beteiligungs- und Freizeitangebote im Landkreis noch besser bekannt zu machen und Möglichkeiten zu schaffen, sich einfacher über ehrenamtliche Tätigkeiten zu informieren. Die Landkreisverwaltung kündigte an, Informationen künftig stärker zu bündeln und unter anderem über digitale Angebote sowie die geplante Familien-App leichter zugänglich zu machen.
Außerdem wurden Probleme mit Vandalismus und Diebstählen an Fahrradabstellanlagen angesprochen. Die Landkreisverwaltung sagte zu, die Situation an den betroffenen Schulen gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort zu prüfen und mögliche Verbesserungen zu erarbeiten.
Schülerbeförderung im Fokus
Breiten Raum nahm die Diskussion über die Schülerbeförderung ein. Die Jugendlichen brachten Fragen zu Busverbindungen, Anschlusszeiten, dem Deutschlandticket sowie der Kostenfreiheit des Schulwegs ein. Vertreter der Schulverwaltung erläuterten die gesetzlichen Rahmenbedingungen und informierten über Verbesserungen im Busverkehr. So werden künftig an den letzten Schultagen vor den Ferien zusätzliche Fahrten unmittelbar nach Unterrichtsende angeboten. Darüber hinaus wurde über die unterschiedlichen Ticketmodelle und deren Auswirkungen auf Schülerinnen und Schüler diskutiert.
Zum Abschluss bedankte sich Landrätin Tanja Schweiger bei den Jugendlichen für ihre engagierte Mitarbeit und die konstruktiven Beiträge. „Der Jugendkreistag ist ein wichtiges Sprachrohr für die junge Generation im Landkreis. Eure Ideen und Anregungen helfen uns, Entscheidungen noch besser an den Bedürfnissen junger Menschen auszurichten. Wer sich einbringt, gestaltet die Zukunft unseres Landkreises aktiv mit“, betonte die Landrätin. Deshalb werden alle angenommenen Anträge entweder direkt von der Verwaltung des Landratsamtes umgesetzt oder an den Kreistag beziehungsweise an die zuständige Institution weitergeleitet.
Die bei der Sitzung am 23. Juli anwesenden 21 JugendkreisrätInnen kamen von folgenden Schulen:
Gymnasium Lappersdorf
Staatliche Realschule Neutraubling
Edith-Stein-Realschule Parsberg
Regental-Gymnasium Nittenau
St.-Marien-Gymnasium
Berufliches Schulzentrum Regensburger Land
Sonderpädagogisches Förderzentrum Regenstauf
Mittelschule Alteglofsheim
Realschule Obertraubling
Gymnasium Parsberg
Albertus-Magnus-Gymnasium,
Werner-von-Siemens-Gymnasium,
Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld,
Von-Müller-Gymnasium,
Sonderpädagogisches Förderzentrum Hemau
Albrecht-Altdorfer-Gymnasium
Berufliche Oberschule Regensburg
Privat-Gymnasium Pindl
Gymnasium Neutraubling
Die nächste Sitzung des Jugendkreistags wird voraussichtlich in der Woche vor Weihnachten stattfinden. Alle wichtigen Infos finden Sie auf der Homepage des Landkreises Regensburg unter Jugendkreistag / Landkreis Regensburg
Foto: Tauscher/LRA



